Home Aktuelles Letzter Baubeschluß zum Neubau am Stadt- und Bergbaumuseum

Letzter Baubeschluß zum Neubau am Stadt- und Bergbaumuseum

 

Am 06. Dezember fasste der Freiberger Stadtrat, wieder einmal ohne vorherige Informationen und Visualisierungen, wahrscheinlich um lästige Diskussionen in der Bürgerschaft zu vermeiden, den Baubeschluss zum neiuen Aussehen des geplanten Ergänzungsbaus am Stadt- und Bergbaumuseum. Diese Vorgehen wurde in Freiberg in den letzten Jahren zur Regel. Während früher die kompletten Beschlussvorlagen für den Stadtrat vorab im Ratsinformationssystem veröffentlicht wurden, ist dies derzeit nur in verkürzter Version üblich. Vorab erfolgtre Indiskretionen von Stadträten werden von der Rechtsabteilung der Stadt schnell geahndet.

Mit Sicherheit kennt die Stadtspitze nicht mehr (oder noch nie) die Planungen eines Freiberger Architekten für den Zwischenbau von vor 10 Jahren. Mit Sicherheit hätte es damit die heutigen Probleme und Kritiken nicht gegeben.  Die Pläne sahen vor:

 1.  einen eingschossigen Verbindungsbau zwischen dem Museum (Am Dom 1) und dem benachbarten Depot (Am Dom 2 und 3) bis zum Treppenturm.

 2. einen zweigeschossigen Bau hauptsächlich im Hinterhof von Haus 'Am Dom 2'. Dieses zweite Geschoss an der Stelle der ehemaligen Pergola hätte dort eine Cafeteria beinhalten können, von der man Ausblick auf den gegenüberliegenden Dom und die Giebel der Domherrenhäuser gehabt hätte.

 

Da die Stadt aber die beiden benachbarten Domherrenhäuser ohne große Not an die SWG verkaufen will, die wahrscheinlich keine Verwendung hat, bleibt nur der geringe Bauplatz für den jetzigen Entwurf übrig. Die Stadtoberen haben keine Phantasie, für die beiden originalen Domherrenhäuser mit alten Gewölben und Holzbalkendecken sowie einem Dachstuhl vom Ende des 15. Jahrhunderts eine geeignete Verwendung zu finden. Was wäre alles möglich: Schaudepot, Museumsverwaltung, Ausstellung zu den beiden in Freiberg geborenen Kurfürsten Moritz und August in originalen Häusern der Zeit usw.

Da die beiden Bürgermeister auf jeglichen Sachverstand externer Personen verzichten, passieren solch gravierende Fehler.

 

 

Veröffentlichung der FP vom 08.12.2018

 

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Mein Freiberg

 

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Aktualisiert (Mittwoch, den 26. Dezember 2018 um 11:10 Uhr)

 

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