Home Aktuelles Die Abrechnung mit den "Besserwissern"

Die Abrechnung mit den "Besserwissern"

 

An dieser Stelle wurde schon oft berichtet, welche bekannten regionalen und überregionalen Personen sich zu dem Neubau am Stadt- und Bergbaumuseum sowei zu dem geplanten Verkauf der originalen spätgotischen Domherrenmhäusern "Am Dom 2 und 3" geäußert hatten bzw. welche Ungereimtheiten es bei den Planungen gab.

Vor einigen Woche war in der Freien Presse auch zu lesen, daß der langjährige mit vielen Verdiensten um die Freiberger Stadtgeschichtsforschung versehene Direktor Dr. U. Thiel  klarstellen mußte, er gehe nicht in Ruhestand. Die Stadtverwaltung hatte wahrscheinlich diesen Fakt gar nicht begriffen, als sie offiziell von 'Ruhestand' schrieb. Oder wollte man das Berufsende von Herrn Dr. Thiel beschönigen?

Jetzt wurden die Hintergründe klar. In einem Interview mit der Freien Presse erfährt man die wahre Geschichte seiner Kündigung. Hier einige Auszüge aus dem Interview vom 17. Januar 2018:

 

"...Freie Presse: Herr Dr. Thiel, Sie gehen auf eigenen Wunsch. Ist es trotzdem schwer?

Ulrich Thiel: Jein. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das weinende Auge überwiegt. Doch es ist ein für mich persönlich notwendiger Schritt, auch aus gesundheitlichen Gründen.

Warum?

Ulrich Thiel: Es gab unüberbrückbare fachliche Differenzen mit Oberbürgermeister Sven Krüger und Baubürgermeister Holger Reuter. Dabei ging es um die Zukunft des Museums. Ich hatte beispielsweise zum Umbau des Gebäudes und auch zu den Domherrenhäusern Am Dom 2 und 3 eine ganz andere Auffassung.

Die Stadt Freiberg will die beiden Gebäude verkaufen - auch um die Museumserweiterung zu finanzieren. Der Stadtrat beschloss im Juli 2017 einen Lückenschluss zwischen dem Gebäude Am Dom 2 und dem Museum. In dem mit Sandstein verkleideten Neubau soll künftig der Eingangsbereich des Museums etabliert werden. Die Investition wird mit knapp 2 Millionen Euro veranschlagt und soll dem Museum 627 Quadratmeter zusätzliche Fläche bringen. Dafür sind Pläne erarbeitet worden.

Ulrich Thiel: Und mit mir hat dazu im Vorfeld keiner über wichtige Aspekte gesprochen oder sich meine Auffassung zu Eigen gemacht. Die Entscheidung wurde weitgehend über meinen Kopf hinweg getroffen. Ich bin anderer Meinung, so zu dem mir bekannten architektonischen Gesamtbild. Und viele Bürger ebenfalls. Meines Erachtens wäre es wichtiger gewesen, sich zunächst um den Fundus zu kümmern. Denn die Domhäuser 2 und 3, wo dieser lagert, platzen aus den Nähten. Da muss eine Lösung her. Erst als nächsten Schritt wäre ich den Umbau des Museums angegangen. Doch jetzt läuft es genau anders herum. Mehr möchte ich dazu nicht sagen..."

 

und

 

"...Ich hoffe sehr, dass Andrea Riedel nicht das gleiche wie mir passiert und sie einen Bonus hat, der es ihr ermöglicht, die Museumsarbeit zukunftsorientiert voranzutreiben..."

 

Bleibt zu hoffen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht und einige begreifen, die Stadt gehört nicht Herrn OB Krüger und nicht Herrn Reuter.

 

Hier das ganze Interview für nur kurze Zeit:

 

https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Ich-hoffe-dass-sie-einen-Bonus-hat-artikel10105140.php

 

 

 

 

Aktualisiert (Mittwoch, den 24. Januar 2018 um 21:27 Uhr)

 

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