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"Finger weg von denkmalgeschützten Häusern in Görlitz" - Aktualisierung

 

 

 

Trotz rückgängiger Bevölkerungszahlen und zahlreich vorhanden Einkaufcentern will auch Görlitz ein neues haben. Und überall das gleiche Vorgehen.

 

http://www.lr-online.de/regionen/hoyerswerda/Weichenstellung-fuer-Einkaufszentrum;art1060,3658335

 

http://www.goerlitz-real.de/thm/1651-Nettekoven-und-das-Projekt-Einkaufspassage-in-Goerlitz

 

 

 

 

Bau des geplanten Einkaufszentrums in Görlitz ist Denkmalfrevel
 

Deutsche Stiftung Denkmalschutz kritisiert Fehlplanung der Stadt in einem offenen Brief
 

Der Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), Dr. Wolfgang Illert, hat im Namen der Wissenschaftlichen Kommission der Stiftung die Planungen der Stadt Görlitz für ein neues Einkaufszentrum auf dem Areal Salomonstraße/Berliner Straße in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Joachim Paulick beanstandet. Die Aussagen des Investors gäben Anlass zu großer Sorge, so Illert, und ließen „mangelnden Respekt vor dem Erhalt des baukulturellen Erbes erkennen“. Die Florena KG plant derzeit auf dem betroffenen Grundstück in unmittelbarer Bahnhofsnähe einen Totalabriss, dem auch elf unter Denkmalschutz stehende Gebäude zum Opfer fallen sollen. Auch die Mitwirkung in einem Gestaltungsbeirat lehnt die Stiftung ab, um die Entwicklungen auch weiterhin „aus einer unabhängigen Position kritisch begleiten“ zu können.

Schon im Januar hatte der Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission der DSD, Horst von Bassewitz, in einem Gespräch mit der Sächsischen Zeitung vor dem Denkmalfrevel gewarnt. Neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz lehnen ebenso das Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen sowie die Denkmalschutzbehörde der Stadt Görlitz die derzeitigen Planungen zum Neubau des Einkaufszentrums ab.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz setzt sich seit 1985 für die Weitergabe des Erbes der Vergangenheit an die kommenden Generationen ein. Als größte private Initiative für den Denkmalschutz mit rund 200.000 Förderern hat sie bislang bundesweit mehr als 4.000 Denkmale mit über 480 Millionen Euro bewahren helfen. Davon befinden sich allein 82 Objekte in der Neißestadt. Für die dort ausgeführten 146 Einzelmaßnahmen stellte die Stiftung in den vergangenen 20 Jahren insgesamt rund 9,5 Millionen Euro zur Verfügung. In Görlitz unterhält die Stiftung außerdem ein Fortbildungszentrum und eine Jugendbauhütte.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, deren im letzten Jahr verstorbener Mitgründer Professor Dr. Gottfried Kiesow Ehrenbürger von Görlitz, der „schönsten Stadt Deutschlands“, war, wirbt auf verschiedene Weise für den Gedanken des Denkmalschutzes. So koordiniert sie auch den Tag des offenen Denkmals und trägt mit verschiedenen Jugendprojekten und ihrem Magazin MONUMENTE zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung bei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert (Montag, den 02. April 2012 um 15:32 Uhr)

 

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