Home Aktuelles Bürger- Rettet die Domherrenhäuser! - 7. Aktualisierung

Bürger- Rettet die Domherrenhäuser! - 7. Aktualisierung

 

 

Stellungnahme des Stadtforums Freiberg zum veröffentlichten Entwurf des geplanten Neubaus am Stadt- und Bergbaumuseum

 

 

Nun ist er endlich heraus der Entwurf des geplanten völlig überdimensionierten und unpassenden Naubaus am Stadt- und Bergbaumuseum. Und jetzt wird verständlich, warum man ihn vor dem Baubeschluß im Stadtrat am 06. Juli absolut geheim gehalten hat. Nun ist der Neubau beschlossen, die Bevölkerung braucht nicht mehr einbezogen zu werden und basta. Den Bürgerhaushalt könnte man demnächst abschaffen. Einwände und alternative Vorschläge, die nicht aus Langeweile entstanden sind, wurden ignoriert und führten eher zu internen Beschimpfungen als zu einem Zugewinn an Ideen. Jetzt wird die dringend geforderte Notwendigkeit eines deutschlandweiten Architekturwettbewerbes ersichtlich. Hier hätte nur das Beste gebaut werden dürfen. Das ganze Verfahren mit seinen Hintergründen ist ein Musterbeispiel dafür, warum sich in Deutschland Menschen immer mehr von der Politik abwenden - große Gratulation an die Stadtverwaltung Freiberg.

 

Der vorgestellte Entwurf existierte scheinbar schon im Jahr 2016. Er wurde schon damals dem Landesamt für Denkmalpflege in Dresden vorgestellt. Die sächsische Gemeindeordnung sieht eigentlich vor (§11 abs. 2): "Über Planungen und Vorhaben der Gemeinde, die für ihre Entwicklung bedeutsam sind oder die die sozialen, kulturellen, ökologischen oder wirtschaftlichen Belange ihrer Einwohner berühren, sind die Einwohner frühzeitig und umfassend zu informieren". Doch dies scheint in Freiberg nicht bekannt zu sein. Hier versteckt man sich lieber hinter internen Regelungen. Beschlußvorlagen für Stadtratsentscheidungen werden nicht mehr, wie früher geschehen und wie in anderen sächsischen Gemeinden üblich, vorab veröffentlicht obwohl erst Anfang 2017 der sächsische Inhenausschuß dies für möglich erklärte. Lieber droht man den Stadträten Strafen an, wenn sie sich extern z.B. beraten lassen oder "Geheimnisverrat" an Dritte begehen. Sie zu verklagen, ist auch eine schon praktizierte disziplinierende Möglichkeit. Welch ein Demokratieverständnis 28 Jahre nach der politischen Wende in der DDR.

 

Der fachliche Höhepunkt des Freie Presse- Artikels vom 08. Juli ist die Aussage des Architekten, daß der nun präsentierte Entwurf anders ausgefallen wäre, wenn er zusammen mit dem Fahrtsuhl am Museum hätte geplant werden können. Genau diese Frage haben sich die interessierten Laien schon 2015 gestellt. Wer waren damals der Bauherr und der Planer? Fazit: Es fehlte von Anfang an eine intelligente Gesamtplanung. Der alleinige Blick auf Fördermittel reicht nicht. Ob sich die Stadträte jemals vom Fachpersonal des Museums informieren haben lassen? Das Recht dazu hätten sie gehabt.

 

Mit den Verkaufsabsichten der beiden wertvollen spätgotischen Häuser "Am Dom 2 und 3" fehlt den Verantwortlichen jegliches geschichtliches Vorstellungsvermögen. Was könnte man mit ihnen doch alles anfangen, z.B. die Präsentation Freiberg in der Renaissance- oder Barockzeit. Noch 2015 war dies so ähnlich af der Internetseite der Stadt zu lesen. Repräsentative Verwaltungsräume würden dem Museum auch gut zu Gesicht stehen.

 

Der Freiberger Altertumsverein wurde zu keiner Zeit in die Vorplanungen ddes Projektes einbezogen obwohl er der Begründer der Sammlungen istund auch 1903 den großen Umbau organisierte. Darauf besteht kein Anspruch aber es hätte sich so gehört. Erst durch einen 'Offenen Brief' des Vereins an die Stadträte und eine Stellungnahme zu diesem Thema sah sich die Verwaltung genötigt, ein Gesprächsangebot zu offerieren. Wie man aber weiß, war eh kein Kompromiss geplant.

 

Auch die Freiberger Geschichte vergißt nie!

 

 

 

 

https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Stadt-und-Bergbaumuseum-erhaelt-Tor-zur-Montanregion-artikel9947372.php 

 

 

Stadt- und Bergbaumuseum erhält "Tor zur Montanregion"

Der neue Eingang kostet fast zwei Millionen Euro und schafft mehr Platz für Exponate. Die Meinungen im Stadtrat gehen aber auseinander.

Von Steffen Jankowski
erschienen am 08.07.2017

Freiberg. Wir leben in einer stillosen Zeit - so beantwortete Volker Benedix am Donnerstagabend vor dem Freiberger Stadtrat die Frage von Wolfgang Hopf, welchem Architekturstil der geplante Lückenschluss am Stadt- und Bergbaumuseum zugeordnet werden könne. Der Architekt, der wie Hopf der CDU-Fraktion angehört, war als Mitverfasser des Entwurfs eigentlich von der Beratung ausgeschlossen worden. Er erhielt aber Rederecht, um ein paar Erläuterungen geben zu können.

Die Aufgabe sei schwierig, führte der 77-Jährige aus - nicht nur wegen der Giebel der Nachbargebäude, die laut Denkmalbehörde "erlebbar" bleiben müssten. Auch der erst kürzlich angebaute Fahrstuhl schränke die Möglichkeiten ein, so Benedix: "bei gemeinsamer Planung hätte ich das etwas anders gelöst."

Die Erwartungen an den Zwischenbau sind groß. Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) erinnerte daran, dass Freiberg Gastgeber für die Landesausstellung 2020 sein und zudem eine Eingangsfunktion für die "Montanregion Erzgebirge" wahrnehmen möchte: "Wo, wenn nicht an unserem Museum, soll das Tor zum Weltkulturerbe stehen?"

Mit seiner Kritik an der Gestaltung war Stadtrat Hopf - ihn erinnerten die klaren Linien und die Schmucklosigkeit an den Bauhausstil, der gar nicht mehr so gefragt sei - nicht allein. Der Freiberger Altertumsverein hatte in einer Stellungnahme unter anderem moniert, dass der Entwurf sehr stark dem Wetterschutzbau der Goldenen Pforte am Dom ähnele. Die Hauptsorge des Vereins jedoch gilt dem Vorhaben, die Nachbarhäuser Am Dom 2 und 3 zu veräußern.Zumindest das direkte Nachbargebäude sollte im Besitz der Stadt bleiben und das andere erst verkauft werden, wenn anderweitig mehr Depotfläche geschaffen ist.

Dieser Aspekt und Fragen des Denkmalschutzes spielten in der ausführlichen Debatte des Stadtrates ebenso eine Rolle wie der Bürgerhaushalt, in dem das Lückenschluss-Projekt am Museum vor knapp einem Jahr abgewählt worden war. OB Krüger wertete die Umfrage unter Bürgern hingegen als "Orientierung"; die Entscheidung treffe aber letztendlich der Stadtrat.

Dessen Mehrheit folgte dem Argument, dass das jahrzehntelange Ringen um mehr Platz für das Museum jetzt endlich von Erfolg gekrönt werden könnte. Mit 17 Ja- und 4Neinstimmen bei 4 Enthaltungen billigte der Stadtrat den Neubau mit Keller-, Erd- und Obergeschoss, der mit Sandstein verkleidet werden soll. Die Investition ist derzeit mit knapp 2 Millionen Euro veranschlagt und soll dem Museum 627Quadratmeter zusätzliche Fläche bringen. 

 

 

https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Stadt-und-Bergbaumuseum-erhaelt-Tor-zur-Montanregion-artikel9947372-2.php

 

Kommentar: Bürger mitnehmen

Mir gefällt der neue Eingangsbau für das Stadt- und Bergbaumuseum nicht. Dabei stört mich weniger die Firstrichtung, die aus der Gebäudefront herausspießt, sondern vielmehr die sakrale Anmutung. Das Portal erinnert mich an eine Trauerhalle. Aber das ist eine Geschmacksfrage. Und ich gebe auch offen zu, dass ich keinen Vorschlag habe, wie man es besser machen könnte.

Möglicherweise hätte aber eine breitere Einbeziehung der Öffentlichkeit oder ein Architektenwettstreit diskussionswürdige Alternativen hervorgebracht. Zeit dafür war genug. Jahrzehntelang schon klagt das Museum über Platzmangel, es gab mehrere Ratsbeschlüsse dazu.

Dass nun nur ein Entwurf präsentiert wurde, der bereits mit dem Landesdenkmalamt und dem Sandsteinlieferanten abgestimmt ist, wertete Grünen-Stadträtin Ulrike Neuhaus als "undemokratisch". Die Stadtverwaltung täte gut daran, die Bürger stärker mitzunehmen. Denn die Montanregion lebt nicht von Bauwerken, sondern von Menschen. 

 

 

 

 

 http://www.freiberg.de/freiberg/content.nsf/docname/Webseite_C00FC0C8429697A8C12581560040DB25?OpenDocument 

 

 

 

 

Kurz nach der Veröffentlichung wird erste Kritik an dem kürzlich beschlossenen Neubau laut:

 

https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/Wie-die-Paulinerkirche-Leipzig-Museumsanbau-in-der-Kritik-artikel9948806.php 

 

Wie die Paulinerkirche Leipzig? Museumsanbau in der Kritik

Ein düsterer, fragwürdiger Fremdkörper: Der Entwurf fürs Stadt- und Bergbaumuseum stößt nicht nur auf Begeisterung. Architekt Volker Benedix will die Gemüter beruhigen: Noch sei nichts zu Ende gedacht.

Von Frank Hommel
erschienen am 11.07.2017

Freiberg. Albrecht Koch ist ein Aushängeschild Freibergs. Unablässig trommelt der Domkantor für Kunst und Kultur, hält als Chef der Silbermanngesellschaft das Andenken an den Orgelbaumeister weltweit hoch. Dank ihm spielt der Dom in der ersten Liga kirchlicher Musik Sachsens. Und als Kultursenator berät er den Freistaat in wichtigen Fragen der Kulturpolitik.

Nun aber hat sich Koch mit Kritik an seiner Heimatstadt zu Wort gemeldet. Es geht um den Entwurf des Museumsanbaus, den der Stadtrat am Donnerstag mehrheitlich beschlossen hatte. Er sei ratlos angesichts des "fragwürdigen und doch rasch verabschiedeten Entwurfs", schreibt Koch bei Facebook. Wäre an dieser "sensiblen Stelle" nicht ein Architekten- oder Ideenwettbewerb selbstverständlich gewesen, fragt er. Und sinniere nun darüber, ob der Entwurf ihn eher an die Paulinerkirchenfassade in Leipzig, den Schutzbau der Goldenen Pforte am Dom oder das neue Gemeindehaus der Christusgemeinde in Freiberg erinnert. Grundsätzlich sei der Anbau zu begrüßen, so Koch, aber: "Spannende Architektur sieht anders aus."

Manche Facebook-Nutzer teilen diese Sicht. Der düstere Entwurf beraube die historischen Giebel der Nachbarhäuser ihrer Wirkung. Auch Dirk Czaja, Mitarbeiter der CDU-Bundestagsabgeordneten Veronika Bellmann, meldet sich ironisch zu Wort: "Freiberg, Stadt der Moderne", so Czaja. "Und jedem privaten Bauherrn würde man seitens der Stadt und des Denkmalschutzes aber so richtig erklären, was man darf und was nicht." Für Herbert Pforr, Autor vieler Bücher über Freiberg, ist der Bau ein "Fremdkörper". "Liebe Stadträte", so Pforr in einem Brief an die "Freie Presse", "bitte revidieren Sie Ihren Beschluss und suchen eine andere Lösung, die ohne einen so schmerzhaften Eingriff in das historische Stadtbild auskommt. Seien Sie großherzig und springen Sie über Ihren Schatten."

Im Rathaus sieht man die Debatte gelassen. Auch, weil bei Facebook auch positive Stimmen zu lesen waren. Innerhalb des Planungsteams habe es sehr wohl einen Wettbewerb gegeben, versichert Baubürgermeister Holger Reuter (CDU). Einige Ideen waren den Stadträten am Donnerstag vorgestellt worden. Dabei zitierte die Verwaltung aus einem Gutachten, das den aktuellen Entwurf gutheißt: "Dem Geist des Ortes wird entsprochen." Jahrelang habe es Diskussionen über den Anbau gegeben, so Reuter. "Nun ist er endlich in Sack und Tüten." Über Architektur werde außerdem immer diskutiert. Reuter: "Das zeigt, dass es sich um einen interessanten Entwurf handelt."

Stadtrat und Architekt Volker Benedix (CDU), aus dessen Feder der Entwurf stammt, betonte, dass es sich um einen Vorentwurf handele. "Wir werden einiges weiterdenken." Mit dem "sakralen Anstrich" der von der Stadt veröffentlichten Grafik sei er gleichwohl nicht zufrieden. Benedix: "Wir werden der Kirche keine Konkurrenz machen." Bürgermeister Reuter räumte ein, dass die Visualisierung nicht höchsten Ansprüchen genüge. "Für eine professionelle Grafik müssten wir 5000 Euro bezahlen." Darauf habe man in diesem frühen Stadium verzichten wollen. In sechs Monaten werde man aussagefähigere Unterlagen vorlegen.

 

Anmerkung: 

Und schon gehen die Ausreden los: Es hat jahrelange Diskussionen in der Öffentlichkeit gegeben? Wann wurde den Bewohnern die verschiedenen Entwürfe präsentiert und erläutert? Gab es eine Podiumsdiskussion wie zum Kornhausausbau? Innerhalb des Planungsteams hat es einen Wettbewerb gegeben. Architekturwettbewerbe laufen für gewöhnlich anders ab. Welche Freiberger oder überregionalen Planungsbüros wurden beteiligt? Die Visualisierung seien nicht perfekt. Liegt die derzeitige Kritik an der unprofessionellen Visualisierung?

 

Diese Planungen waren an Intransparenz nicht zu überbieten. Nicht einmal die Presse bekam vorab Visualisierungen. Wie erst kürlich zu lesen, sollte erst am 06.07 der Stadtrat diskutieren. Stelle man sich vor, dieser Entwurf wäre, wie gefordert, vor dem Baubeschluß veröffentlicht worden. Dann wäre nichts in "Sack und Tüten".

 

 

 

 

 

 Eintrag von Domkantor und Mitglied im sächs. Kultursenat Albrecht Koch in facebook:

 

"Das Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum bekommt einen dringend nötigen Anbau. So weit, so gut. Die Tage bekam die Öffentlichkeit den vom Stadtrat beschlossenen Entwurf zu Gesicht. Bei mir macht sich Ratlosigkeit und Unverständnis über den fragwürdigen und doch rasch verabschiedeten Entwurf breit. Wäre an dieser städtebaulich wie historisch so sensiblen Stelle nicht ein Architektenwettbewerb oder zumindest Ideenwettbewerb selbstverständlich gewesen? Statt dessen sinniere ich darüber, ob es mich mehr an van Egeraats Leipziger Paulinerkirchenfassade, den Schutzbau der Goldenen Pforte am Dom oder das neue Gemeindehaus der Christusgemeinde in Freiberg erinnert. Spannende Architektur sieht anders aus. Und darf auch mal von auswärts kommen. Schade, schade."

 

 

Weitere Lesermeinungen in der FP:

 

https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Architektur-muss-streitbar-sein-sonst-taugt-sie-nichts-artikel9949677.php 

 

"Architektur muss streitbar sein, sonst taugt sie nichts"

Leserforum: Auf gegensätzliches Echo stößt der Entwurf für den Anbau des Stadt- und Bergbaumuseums Freiberg. Der Zwischenbau wird zu dominant, befürchten die einen. Lob kommt von den anderen.

erschienen am 12.07.2017

Freiberg. Das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg bekommt einen neuen Anbau. Und der sorgt für Debatten, im Stadtrat, aber auch darüber hinaus. Die "Freie Presse" berichtete am Samstag und Dienstag. Nun diskutieren auch die Leser mit. Und zwar ebenfalls kontrovers, wie die folgenden Zuschriften zeigen.

Wünsche Standhaftigkeit Es freut mich, dass es mit der Modernisierung des Museums nun endlich vorangeht. Lange genug hat es gedauert. Besonders dankbar bin ich jenen 17 Stadträten, die sich mutig hinter den Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung gestellt haben, und damit den Weg für ein neues Erscheinungsbild unseres altehrwürdigen Museums frei gemacht haben. Architektur muss streitbar sein, sonst taugt sie nichts. Deshalb bin ich auch den Entwurfsverfassern für ihren Mut dankbar, einen modernen Baukörper als neuen Eingangsbereich zu konzipieren. Den Kritikern kann ich hier nicht folgen. Ihre Kritik ist wenig überzeugend. Albrecht Koch ist sicherlich ein Virtuose auf der Silbermannorgel, aber in der Beurteilung von Architektur ist er alles andere als ein Fachmann. Die Bauten unserer Zeit müssen auch die Formensprache unserer Zeit aufnehmen und für die Zukunft eben von unserer Architekturepoche künden. Dass tut der Neubau in vollem Umfang. Der Stadtverwaltung wünsche ich Standhaftigkeit. Den Kleinmütigen ist noch nie ein großer Wurf gelungen. Künftige Generationen werden den Entwurfsverfassern dankbar sein.Rudolf Müller, Weißenborn

Nachbargebäude aufnehmen Auch wir empfinden den geplanten Museumsanbau als Fremdkörper, der auch uns an eine Trauerhalle erinnert. Außerdem scheint uns, dass der historische Stufengiebel aus der Hauptblickrichtung zu sehr verdeckt wird. Dadurch wirkt der Zwischenbau zu dominant. Wir fänden es besser, wenn der Anbau in Traufhöhe enden würde. Vielleicht könnte man die Fenster- oder Portalform der Nachbargebäude aufnehmen. Sicher wäre ein Architekturwettbewerb, auch außerhalb des Planungsteams, sowie eine frühere Einbeziehung der Freiberger Öffentlichkeit besser gewesen. Wir möchten uns der Bitte von Herbert Pforr anschließen: Bitte revidieren Sie, liebe Stadträte, Ihren Beschluss und finden Sie eine bessere Lösung. Rosemarie und Falk-Uwe Keil, Freiberg

Kein Verständnis Als gebürtiger Freiberger bin ich traurig, dass man durch die im Entwurf vorliegende Lückenbebauung der ansässigen Bevölkerung und den Besuchern von außerhalb den unversehrten Blick auf den Giebel des benachbarten Hauses nehmen will. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass manche Stadt froh wäre, wenn sie eine Vergrößerung der musealen Stell- und Depotfläche durch machbare Einbeziehung bereits vorhandener und wie im vorliegenden Fall aus meiner Sicht dafür durchaus geeigneter Nachbarhäuser erreichen könnte. Für den vorgesehenen Verkauf der Häuser Am Dom 2 und 3 hätte ich kein Verständnis. Wolfgang Göthe, Freiberg 

 

 

 

 

Freie Presse 14.07.2017:

 

https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Architekt-im-Museumsstreit-Gestaltung-ist-gelungen-artikel9950592.php 

 

Architekt: "Gestaltung ist gelungen"

Volker Benedix über die Idee für den Freiberger Museumsanbau, die er mit dem Büro Phase 10 für den neuen Eingangsbereich entwickelt hat

erschienen am 14.07.2017

Freiberg. Der Freiberger Stadtrat hat den Bau eines neuen Eingangsportals für das Stadt- und Bergbaumuseum beschlossen. Steffen Jankowski sprach mit Architekt Volker Benedix über dessen Pläne.

Freie Presse: Ihr Entwurf hat viel Kritik geerntet ...

Volker Benedix: Ich finde es gut, dass über meine Arbeit geredet wird. Als Fachmann kann ich sagen - ohne überheblich sein zu wollen -, dass die Gestaltung gelungen ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie jedem gefallen muss. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, wovon haben Sie sich inspirieren lassen?

Die Lücke am Museum ist nicht einfach zu bebauen, und der hohe Anspruch an dieser Stelle ist mir bewusst. Zuvor war ein Glasbau vorgeschlagen worden. Aber der ist durchgefallen - auch weil zu viel Licht für die Exponate nicht gut ist. Meine Antwort ist ein Steingebäude. Vielleicht hatte ich unbewusst im Hinterkopf auch das Bild der Trinity Church, die ich an der Wall Street in New York gesehen habe. Die Kirche ist von Wolkenkratzern umrahmt.

Kommt daher auch die sakrale Anmutung Ihres Entwurfs?

Das ist doch genau der Geist des Ortes. Gegenüber steht der Dom, das Museum gehört zu den einstigen Domherrenhäusern. An Feinheiten wie den Fenstern wird noch gearbeitet. Aber die Grundidee bleibt bestehen. Ansonsten mache ich das Projekt nicht.

Zu den Domherrenhäusern gehört auch das Haus Am Dom 2. Der Altertumsverein hat angeregt, das Nachgebäude mit für das Museum zu nutzen.

Ich weiß, dass es Diskussionen um den Verkauf der beiden Häuser Am Dom 2 und 3 gibt. Aber die Stadt würde sie auch nur an die Städtische Wohnungsgesellschaft veräußern, hätte also weiterhin Zugriff. Dort lassen sich auch keine Wohnungen reinbasteln. Der ganze Grundriss, die reich profilierten Renaissance-Decken, der Sandstein-Wendelstein und vieles mehr prädestinieren die Räume für eine öffentliche Nutzung, vielleicht als Gästehaus der Bergakademie.

Lässt Ihr Entwurf die Einbindung des Hauses Am Dom 2 zu?

Ja. Aber das war nicht Teil der Aufgabenstellung. Die endet an der Grundstücksgrenze. Ich bin hier als freier Architekt tätig geworden. Und da bestimmt der Auftraggeber - in diesem Fall die Stadtverwaltung -, was geplant werden soll.

Warum wurde kein Architektenwettbewerb ausgelobt?

Als langjähriger Präsident der Sächsischen Architektenkammer weiß ich, dass solche Wettbewerbe gute Architektur befördern. Mit Preisgeldern und Jurykosten kommen aber schnell 100.000 bis 150.000 Euro zusammen. Das will bei einem Zwei-Millionen-Euro-Bau überlegt sein.

Wie geht es jetzt weiter?

Die weitere Planung muss ausgeschrieben werden, weil sie mehr als 200.000 Euro kosten wird. Wir hoffen natürlich, dass wir den Zuschlag bekommen - in dem Entwurf steckt schon viel Arbeit von uns. 

 

 

 

Anmerkung:

 

Diese Hoffnung haben andere Büros sicherlich auch aber die Ausschreibung wird sicherlich sinnlos sein! In der Vergangenheit wurden selbst Verfahrensgfehler in der Planung durch eine Rechtsaufsichtsbhörde übergangen, weil der Investor angeblich schon in finanzielle Vorleistung gegangen war.

 

PS. Wieviel Punkte der Freiberger Gestaltungssatzung werde eigentlich diesmal außer Kraft gesetzt?

 

 

 

 

Freie Presse 20.07.2017

 

 https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Museumsanbau-Kammer-spricht-sich-fuer-Architektenwettstreit-aus-artikel9956098.php 

Museumsanbau: Kammer spricht sich für Architektenwettstreit aus

Die breitere Beteiligung von Planern führe zu mehr Ideen, heißt es aus Dresden. Und sie senke das Risiko eines Vergabefehlers.

Von Steffen Jankowski
erschienen am 20.07.2017

Freiberg. In der Debatte um den vom Stadtrat abgesegneten Anbau an das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg hat jetzt auch die Architektenkammer Sachsen Stellung bezogen. Dabei gibt die Berufsstandsvertretung Kritikern Recht, die eine breiter angelegte Suche nach Gestaltungsideen gefordert hatten.

"Aus unserer Sicht ist es wünschenswert und sinnvoll, wenn bei Planungsaufgaben von besonderer Bedeutung ein Planungswettbewerb im dafür vorgesehenen Rahmen der Vergabeverordnung durchgeführt wird", erklärt Oliver Stolzenberg. Als Kriterien nennt das Vorstandsmitglied städtebauliche und Nutzungsaspekte sowie öffentliches Interesse. 

Die Gesamtkosten für einen Architektenwettbewerb beziffert der Freie Architekt aus Dresden für ein Vorhaben dieser Größenordnung auf ungefähr zwei Prozent der Baukosten. Sie ergäben sich aus dem Preisgeld, das in Summe einem einfachen Vorentwurfshonorar entspreche, und den Ausgaben für die Wettbewerbsorganisation, die grob geschätzt ähnlich hoch ausfielen, so Stolzenberg. Der Museumsanbau in Freiberg wird derzeit mit insgesamt rund zwei Millionen Euro veranschlagt. Abzüglich der Nebenleistungen von rund 400.000 Euro ergäben sich 1,6 Millionen Euro, zwei Prozent davon wären 32.000 Euro.

Stolzenberg weiß, dass ein Architektenwettbewerb auch für viele seiner Kollegen ein mühsamer Weg ist, um an einen Auftrag zu gelangen. Jedoch führe der Wettstreit häufig zu mehr Ideen und daraus folgend zu besseren Lösungen in städtebaulicher und wirtschaftlicher Hinsicht. Da das Verfahren anonym ablaufe, könne auch kaum der Verdacht einer Begünstigung einzelner Planer aufkommen.

Und: "Ein Wettbewerb senkt das Risiko eines Vergabefehlers." Denn laut EU-Recht müsse die öffentliche Hand ihre Planungsvergaben ab einem Auftragswert von 209.000 Euro netto öffentlich ausschreiben. "Die Vergabekammer hat bereits mehrere Vergaben aufgehoben, weil nicht beachtet wurde, dass es bei diesem Schwellenwert um das Gesamthonorar über alle Leistungsphasen geht", so der Dresdner.

Sachsenweit sei leider zu beobachten, so Stolzenberg weiter, dass der Architektenwettbewerb immer exotischer werde. Nicht selten würden Vorplanungen freihändig beauftragt. So versuchten Kommunen zum Beispiel, möglichst günstig an Unterlagen zu kommen, die sie für einen Fördermittelantrag benötigen. "Häufig findet sich dann auch einer, der es billig macht. Dabei beinhaltet unser Standesrecht auch die Einhaltung der Honorarordnung", sagt der Dresdner.

Die Siegeridee eines Wettbewerbs müsse auch nicht zwingend umgesetzt werden. Zwar werde den Regeln für Planungswettbewerbe zufolge "in der Regel" der erste Preis beauftragt. "Der Auslober kann aber mit allen Preisträgern Verhandlungen durchführen und im Ergebnis gegebenenfalls auch den zweiten oder dritten Preis beauftragen", so das Vorstandsmitglied der Kammer. 

 

 

 

Anmerkung: Die Architektenkammer spricht von Gesamtkosten für einen Architektenwettbewerb von ca. 32000,- Euro, der Architekt spricht im FP- Artikel vom 14.07. von 100000,- bis 150000,- Euro. Was gilt nun? Wieder einmal ein "Verhinderungsargument"?

 

 

 

Freie Presse 26.07.2017

 

LESERFORUM

„Vorhandene Gebäude am Museum nutzen“

Der geplante Anbau am Stadt- und Bergbaumuseum sorgt für Streit. So hatte die sächsische Architektenkammer für einen öffentlichen Wettbewerb plädiert. Dazu erreichte die „Freie Presse“ folgender Leserbrief.

Die in den letzten Tagen in der „Freien Presse“ verbreiteten Meinungen beschäftigen sich mit dem angedachten Museumserweiterungsbau. Mit einem eingeschobenen Neubau soll das Problem des Platzbedarfs ein Stück weit gelöst werden. Nun hat sich auch der Architektenverband mit Kritik gemeldet.

Es ist sicherlich an der Zeit, sich wieder an andere Lösungsvarianten zu erinnern, die ohne den problematischen Neubau auskommen. Es wäre für die öffentliche Meinung wichtig, dazu die Vorstellungen der Museumsmitarbeiter kennenzulernen. Soweit bekannt, mangelt es dem Museum vor allem an Magazinräumen zur Unterbringung des Museumsgutes.

Man sollte die Lösung des Raumproblems durch Nutzung von vorhandenen Gebäuden in der Nachbarschaft des Museums in Angriff nehmen. Bereits vor Jahren waren in diesem Sinne die Gebäude Am Dom 2 und Am Dom 3 in Erwägung gezogen worden. Mit der Orientierung auf diese oder andere schon bestehende Gebäude würden sich die markanten Nachteile eines „hineingequetschten“ Lückenneubaus vermeiden lassen.

Herbert Pforr, Freiberg 

 

 

 

 

Freie Presse 27.07.2017

 

Bruha verteidigt Umgang mit Denkmalen
Ehemaliger Baubürgermeister antwortet auf Leserbrief

Freiberg. Die Auseinandersetzungen über den umstrittenen Museumsanbau in Freiberg dauern. Nun hat sich der ehemalige Baubürgermeister Rainer Bruha zu einem Leserbrief geäußert, der am Dienstag in der "Freien Presse" veröffentlicht wurde. Darin hatte Leser Jens Pfeifer beklagt,dass Freiberg in den Jahren seit 1989 stetig gezeigt habe, "wie Denkmale zerstört, abgerissen oder verunstaltet wurden". Die Erhaltung von Denkmalen, für die sich der Ehrenbürger Heinrich Douffet eingesetzt habe, sei vom Stadtrat "oft genug untergraben und torpediert worden". Bruha will diese Vorwürfe nicht auf der Stadt und dem Stadtrat sitzen lassen.

"Freiberg ist seither in den bundesweiten Wettbewerben zur Erhaltung und Revitalisierung des historischen Stadtraumes mehrfach mit Gold- und Silberplaketten ausgezeichnet worden", schreibt Bruha in einem Brief an die "Freie Presse". "Hier ist in beispielhafter Art und Weise zu sehen, wie man mit historischer Substanz umgehen kann, ohne dass die Stadt ein Museum wird, sondern in angemessener Weise auf aktuelle Anforderungen reagieren kann." Er habe im Rahmen von Stadt- und Domführungen ausschließlich Lobendes über die Stadt Freiberg vernommen.

Bruha äußert sich auch zur Diskussion über den geplanten Museumsanbau. In Freiberg wird der Entwurf von vielen abgelehnt. Dass man nicht alles und zu jeder Zeit erhalten könne, dürfte klar sein, schreibt Bruha: "Eine Stadt entwickelt sich, und Bauen ist immer auch Weiterbauen, das trifft nicht nur für uns hier und heute zu, seien es die teils überdimensionalen Neubauten des Historismus, die inzwischen wichtige Denkmale sind, sei es beispielsweise das Museum in seiner heutigen Gestalt." Und weiter: "Schließlich sind die Fassaden des Museums selbst wie auch der Giebel des Rektorenhauses Ergebnisse der Umgestaltung um 1903 durch Arwed Roßbach, auf dessen Initiative der Abbruch des Gebäudes zwischen Museum und Rektorenhaus zurückgehen könnte." Es sollte bei der in Freiberg vorhandenen Kompetenz doch möglich sein, diese Lücke vor allem auch im Interesse des Museums zu schließen.

Rainer Bruha war bis zum Jahr 2005 Baubürgermeister. Sein Nachfolger ist seitdem Holger Reuter (CDU). Aktuell engagiert sich Bruha im Freiberger Fremdenverkehrsverein für den Erhalt historischer Zeugnisse in der Altstadt.

 

 

Anmerkung: Der Abriß des Franz- Mehring- Platzes und der Fischerstrasse 21 bleibt mit alle seinen Hintergründen trotzdem ein Skandal.

 

 

 

Baubürgermeister Reuter im Amtsbaltt der Stadt Freiberg vom 28.07.2017

 

Welche Strahlkraft erhoffen Sie sich von diesen Baumaßnahmen für Freiberg?
Es ist sicher unbestritten, dass die Erweiterung und Modernisierung des Stadt- und Bergbaumuseums eine große Bedeutung für die touristische Entwicklung unserer Stadt hat. Mit dem Herderhaus wird ein städtebaulich bedeutsames Gebäude saniert und ganz nebenbei mit dem für das Archiv notwendigen Ergänzungsbau sowie der Errichtung eines modernen Museumsdepots und einer Tiefgarage ein ganzes Stadtquartier saniert. Davon wird unsere Stadt in Summe pro-
fitieren.

Während der Beschluss zum Umbau des Herderhauses einmütig gefasst wurde, gab es zum Lückenschluss für das Stadt- und Bergbaumuseum schon einige Diskussionen ...
Es ist doch normal, dass über Architektur diskutiert wird. Dem einen gefällt, was da entsteht, dem anderen nicht. Es fahren ja auch nicht alle die gleichen Autos. Hier allerdings eine Diskussion hochstilisieren zu wollen über „Tod und Leben“, halte ich für völlig überzogen. Architektur muss klaren Gesetzmäßigkeiten folgen. Das erfüllt der vorliegende Entwurf.

Warum muss die Lücke überhaupt geschlossen werden?
Der Lückenschluss ist bereits Grundlage früherer Überlegungen gewesen. Mit dem Lückenschluss soll die Eingangssituation des Stadt- und Bergbaumuseums deutlich verbessert werden. Es entstehen zudem weitere Ausstellungsflächen, die es ermöglichen, thematische Wechselausstellungen besser als bisher zu präsentieren.

Könnten für mehr Ausstellungsfläche nicht die jetzt als Depot dienenden Häuser Am Dom 2+3 genutzt werden?
Die Räume von Dom 2 und 3 sind durch ihre Grundrisse wenig geeignet, modernen Ansprüchen einer Museumsgestaltung gerecht zu werden. Die vorhandenen Grundrisse des Erdgeschosses von Dom 2 beinhalten eine Enge, die nur wenig Raum für konzeptionelle Ausstellungen bietet. Beide Häuser beinhalten einen hohen Denkmalwert, der Veränderung kaum zulassen wird. Die Barrierefreiheit ist für diese Häuser nur über den Einbau eines Aufzuges zu erreichen. Ein solcher Eingriff dürfte nach aktuell vorliegenden denkmalrechtlichen Erkenntnissen kaum genehmigungsfähig
sein.

Ist überlegt worden, die Baulücke so zu schließen, wie sie einmal ausgesehen hat - also mit einem giebelständigen Baukörper?
Nein. Ein solches Vorhaben wäre denkmalrechtlich nicht genehmigungsfähig gewesen. Auch wenn die neogotischen Giebel am Stadt- und Bergbaumuseum und an Dom 2 erst nach dem Abriss des ehemaligen Gebäudes entstanden sind, stehen sie doch heute unter Denkmalschutz.

Hat es zu dem vorliegenden Entwurf jemals Diskussionen gegeben. Wie viele Entwürfe sind überhaupt betrachtet worden?
Es hat mehrere Ideen gegeben. Allerdings orientierten sich die Ideen, die Lücke mit einen Glaskörper zu schließen, nicht an den Voraussetzungen für eine Museumsnutzung. Dort werden Ausstellungsflächen benötigt, die durch Glaswände nur stark eingeschränkt zur Verfügung stehen. Natürliches Licht im Übermaß, so gaben uns die Museumsfachleute zu verstehen, ist ebenfalls wenig geeignet für den Museumsbetrieb. Am Ende haben wir uns auf den jetzt vorliegenden Entwurf verständigt.

Wie fügt sich der jetzige Entwurf in die Gesamtgestaltung dieses Stadtquartieres ein?
Hier gibt das Baugesetz dem Planer klare Vorgaben. Der Baukörper muss sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die umgebende Bebauung einpassen. Das tut der Baukörper.

Gibt es Möglichkeiten, den Entwurf zu verändern?
Natürlich gibt es die. Aber warum sollten wir ändern, was von anerkannten Fachleuten mit einer Expertise als gelungen anerkannt wird und was die Voraussetzungen für eine denkmalrechtliche Genehmigung beinhaltet. Geschmacksfragen werden immer diskutiert werden, aber rein fachlich ist unser Entwurf in Ordnung.

Zum Entwurf der ersten Gestaltungsvariante des Schlossplatzes waren die Freiberger einbezogen worden. Hätte man sie auch hier beim Lückenschluss fürs Stadt- und Bergbaumuseum beteiligen können?
Beim Schlossplatz haben wir die Bürger gefragt, welche Gestaltungselemente sie berücksichtigt haben wollen. Genau so haben wir es bei der Gestaltung des Obermarktes getan. Danach waren die Fachleute gefragt zu prüfen, welche Ideen umgesetzt werden konnten. Der Vorschlag, eine Obermarktseite mit Bäumen zu bepflanzen, konnte zum Beispiel nicht berücksichtigt werden.
Der Lückenschluss zum Museum war von Anfang an sehr fachlich zu betrachten. Kenntnisse des Baugesetzbuches, des Denkmalschutzes und der Umgang mit architektonischer Formensprache waren und sind die Grundlage für die Bearbeitung eines solchen Entwurfs. Deshalb haben wir uns in diesem Fall durch entsprechende Fachkreise beraten lassen.

Wird mit der Erweiterung der Ausstellungsfläche das Museum auch moderner gestaltet? Sind neue Ansätze geplant?
Damit wird sich der Stadtrat in der Septembersitzung 2017 befassen.

 

Anmerkung: Wenn die Häuser "Am Dom 2 und 3" schlechte räumliche Bedingungen bieten, was will dann die SWG mit ihnen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert (Montag, den 31. Juli 2017 um 18:19 Uhr)

 

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